Nach einem späten Abend schlafen die Kinder aus. Als wir wach werden, liegen wir schon festgemacht am Hafen. Das gute an unserer Kabine ist, dass man keinerlei Schiffgeräusche hört, auch nicht von den Seitenstrahlrudern, die ja sonst oft das ganze Schiff durchschaukeln.

Nach einem gemütlichen Frühstück stehen wir um kurz nach 10 am Shuttlebus in die Stadt an. Obwohl wir ja alle gemeinsam schon um die Welt gefahren sind, gibt einem Estland dann doch ein besonderes Gefühl – wer kann schon von sich sagen, schon mal in Estland gewesen zu sein? Der Bus fährt nur ein paar Minuten bis ins Stadtzentrum. Nachdem ChatGPT uns einige Vorschläge gemacht hat, was man in Tallin unbedingt erledigen muss, machen wir uns auf den Weg in die „Old Town“, also der Altstadt. Schon im Bus fällt uns auf, dass der klassisch sowjetische Charme gar nicht so vorhanden ist – zumindest auf den Strecken, auf denen wir unterwegs sind. Weil Magnus und Nadine ihre beiden Kinder heute im Kids Club gelassen haben, sind wir heute mit ihrem Bollerwagen unterwegs. Das Problem daran ist natürlich, dass Lotti und Theo dadurch nicht bereit sind, auch nur einen Schritt zu laufen.

Direkt nachdem wir in der richtigen Altstadt angekommen sind, entdecken Jule und Manja einen skandinavischen Laden für Kindersachen. Also machen wir hier auch direkt den ersten Stop. Wir gehen aber schon mal weiter vor, und entdecken nach ein paar Ecken den Weihnachtsmarkt. Hier gibt es nicht nur jede Menge Buden, sondern auch einige kleine Karussells. Für beeindruckende 5€ pro Fahrt, vergnügen die Kinder sich hier für ein paar Minuten bis unsere Gruppe wieder zusammengefunden hat. 

Von hier aus machen wir uns auf den Weg zur russischen Kirche. Von dort soll man auch einen tollen Blick über die Stadt haben. Das heißt natürlich auch, dass der Weg immer weiter nach oben führt. Mit den Bollerwägen wird es spätestens dann anstrengend, als aus der Steigung eine Treppe wird. Ein Glück sind es nicht viele Stufen die wir die Wagen nach oben tragen müssen.

An der Kirche angekommen stellen wir fest, dass die Aussicht gar nicht mal so klasse ist. Die Kinder nutzen aber einen der kleinen Abhänge um eine Runde zu rutschen. Auch ein paar Snacks werden hier verteilt, bevor es dann zu einem anderen Aussichtspunkt auf der selben Höhe geht. Von hier hat man dann einen Blick über die Stadt, allerdings eher nicht über die sehenswerten Bereiche.

Von hier aus machen wir uns dann auch schon langsam auf den Rückweg. Wir nehmen dieses Mal einen anderen Weg wieder nach unten, der zumindest keine Treppenstufen beinhaltet. Steil sind die Wege allerdings trotzdem. Beim Verlassen des Hafengeländes haben wir noch die „Tallin“ Buchstaben entdeckt, zu denen wir für ein Foto auch unbedingt noch hin wollten.

Weil wir mit dem Shuttle Bus direkt am Schiff gelandet wären, und dann wieder zurück laufen hätten müssen, entscheiden wir uns für die Fahrt im Uber. Dirk und Manja, die den Weg mit uns bestritten haben, bekommen an der gleichen Stelle auch sofort einen Wagen, eine Mercedes C Klasse, während wir noch ein paar Minuten länger warten müssen, bis wir im Skoda abgeholt werden. 

Dann erreichen wir aber unser Ziel – auch wenn der Fahrer die Attraktion selbst gar nicht kannte. Und es gibt wirklich die Gelegenheit für ein paar tolle Fotos mit der Aida im Hintergrund. Langsam sind wir dann aber auch alle ziemlich durchgefroren, sodass es höchste zeit wird sich zurück auf das Schiff zu begeben. Deshalb wird es auch für die Kinder Zeit, in die beheizten Pools zu springen. Hier verbringen wir dann auch den restlichen Nachmittag. Beide Kinder fühlen sich hier mittlerweile pudelwohl, und es macht richtig Spaß die beiden hier zu beobachten.

Nach dem Essen schauen wir mit den Kindern noch einender Shows im Theater an. „Secret Garden“ heißt die heutige Show, die uns auf eine komische Art mit in die Pflanzenwelt nimmt. Lotti und Theo schauen ganz gebannt bei den verschiedenen Darbietungen zu, und vor allem Lotti erzählt uns immer wieder ihre eigenen Interpretationen des gesehenen.

Weil das so gut funktioniert hat, schauen wir im Anschluss auch noch die Kinder Prime Time. Neben ein paar Zaubertricks ist das ganze aber eher nicht unbedingt kvndgerecht, sodass Theo das Stillsitzen mit der zeit doch schwerer fällt. Zeit für uns den Abend zu beenden.